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Sex und Philosophie Philosophie der Sexualität
Bei den Philosophen geht’s auch mal richtig zur Sache… In den hohen Sphären den geschwätzigen Selbstperformance befassen sich die Philosophen mit Sex und sind selbst in Relation. „Der schönste Sache der Welt“ - eine neblige Angelegenheit, seit eh und jeh, und da fängt das mit der guten Laune schon an. Die antiken Philosophen haben bereits klar gemacht, was Sache ist. „Der Beginn der abendländischen Philosophie markiert zugleich den Beginn aller Probleme mit Sex. Sex gilt als erstes transzendentales Problem der Menschheit.“
aber vielleicht kann Platon vorgeworfen werden, daß er die bedrückenden Sexualnorme, unter denen der Westen seit dem frühen Mittelalter leidet, erfunden hat...
Von Sokrates bis Sloterdijk sind Nietzsches Peitsche und Platons Eros sind die Ausbrüche der eigenen Sexualität, handfeste Beweise dass der Sex mitunter direkt in die Theorien dieser Philosophen einfloss.
"Denn alle Lust will - Ewigkeit!" hat Friedrich Nietzsche aufgestöhnt in Leidenschaft ist gierig, wobei ihm ging es kaum um Sex da er Lust für etwas Degeneriertes hielt, das beim Mann das Wesentliche den Willen überlagere, das sind einige der spannenden Erträge des detail- und kenntnisreichen Abrisses.
Der „in den Medien gerne als Aushängeschild der deutschen Philosophie gehandelte“ Peter Sloterdijk (»Mensch sein heißt in einem operativ gekrümmten Raum existieren« ) ist ein stets flirtender, frivoler Philosoph, in dessen Kopf laufen indes die Gedanken zum Thema Nr. 1 richtig heiß, er rechnet nicht nur die Zahl der Spermien hoch, die er „während seiner aktiven Tätigkeit“ weitergab, er überträgt nicht nur die sexuelle Bittstellerrolle des Mannes, der viel öfter könne als die Frau wolle, ins Metaphysische, indem er, den Mann zum „externen Betrachter einer Welt von Frauengeheimnissen“ mache, er versucht sich auch an einer Ontologie des Busens. Die Tatsache, dass sich beim Betrachten von Frauen in einschlägigen Herrenmagazinen Ideale herausbilden („Idealbrüste“), erfasst Sloterdijk kantianisch: „Diese modernen Geschäftsbrüste existieren, philosophisch gesprochen, nur an sich, als Dinge, nicht für sich, als bewusste Körper.“
...und in der affirmativen Plastiksex-Rhetorik der Jacques Derrida-Schülerin Beatriz Preciados kommt sie wohl am deutlichsten heraus, die Philosophie der Sexualität: „Die Liebe geht, die Liebe kommt, die Sex-Partner kommen und gehen, aber der Dildo ist immer da. Er ist der Überlebende der Liebe.“
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